Am Zusammenfluss dreier Bergbäche, in den Tälern des Thüringer Waldes nahe Schmalkalden, liegt der Familienbetrieb. Das Drechslerhandwerk der Familie ist seit 1847 bekannt — gefertigt wird an der Ziegelhütte seit 1911.
Auf den Drehbänken entstehen Teile von wenigen Zentimetern Länge bis zum Treppenpfosten von zwei Metern.
2000 mm Länge, 500 mm DurchmesserDie Fräse übernimmt alles, was nicht rund ist. Als Vorlage dient eine DXF-Datei oder ein Musterteil.
Kontur, Bohrung, AusschnittZugekauftes Holz ist oft zu feucht. Deshalb trocknen wir selbst.
vor jeder FertigungJedes Erstmuster wird gegen Zeichnung oder Original geprüft. Erst mit Ihrer Freigabe wird die Maschine auf Serie gestellt.
Freigabe vor SerienstartGewachst, geölt, gebeizt oder lackiert, natur wie farbig. Was in die Küche oder ans Spielzeug geht, bekommt Lack nach DIN EN 71/3.
roh bis glanzlackiertTeile, die regelmäßig laufen, halten wir auf Lager. Sie rufen ab, wenn Sie Bedarf haben.
Abruf statt EinzelauftragDas Drechslerhandwerk hat in unserer Familie eine lange Tradition — in der Region ist es seit 1847 bekannt. Seit 1911 fertigen wir am heutigen Standort an der Ziegelhütte im Ortsteil Asbach, am Zusammenfluss dreier Bergbäche. Drehbank und CNC-Fräse stehen heute in derselben Halle — geblieben sind Holz aus den Wäldern der Umgebung und jeder Arbeitsgang im eigenen Haus.
Im Kirchenbuch von Floh-Seligenthal wird erstmals ein Drechsler mit dem Familiennamen Zimmer urkundlich erwähnt.
Ludwig Zimmer erwirbt das Gelände der ehemaligen, durch einen Brand zerstörten Ziegelei und schafft damit eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Betriebs.
Fritz Zimmer besucht die Königliche Fachschule in Schmalkalden. Anschließend übernimmt er gemeinsam mit Berthold die Drechslerei.
Die bestehende Wasserkraftanlage wird zu einer modernen Turbinenanlage umgebaut, um den Betrieb mit eigenem Strom zu versorgen.
Sieben Produktionsbetriebe schließen sich zur Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH Hachelstein) zusammen. Die Drechslerei bewahrt dabei ihre Eigenständigkeit.
Die PGH wird ohne Beteiligung der Eigentümer in einen volkseigenen Betrieb (VEB) umgewandelt. Später wird die Drechslerei Teil des Kombinats Sportgeräte.
Mit der politischen Wende beginnt auch für die Drechslerei Zimmer eine Zeit grundlegender Veränderungen und neuer Herausforderungen.
Am 1. April gründet Drechslermeister Siegfried Zimmer den Betrieb neu. Nach der Währungsunion brechen die Aufträge ein. Kurzarbeit und eine schwierige wirtschaftliche Übergangsphase folgen.
Erika Zimmer übernimmt gemeinsam mit Drechslermeisterin Cornelia Rißmann den Betrieb. Mit handgedrehten Treppenstäben, neuen Kunden und einer hydraulischen Kopierdrehbank nimmt die Produktion wieder Fahrt auf.
Eine neue Heizungsanlage mit Absaugung wird errichtet und die Drechslerwerkstatt ausgebaut.
Eine neue Werkstatt mit Büro- und Mitarbeiterräumen entsteht und schafft bessere Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Betriebs.
Der erste Lehrling beginnt seine Ausbildung. Gleichzeitig wird die erste gebrauchte CNC-Maschine übernommen und die Fertigung um gefräste Werkzeuggriffe erweitert.
Die bisherige Talstraße wird in Ziegelhütte umbenannt. Der neue Straßenname erinnert an die Geschichte des ehemaligen Ziegeleigeländes.
Cornelia Rißmann übernimmt den Familienbetrieb von Erika Zimmer und führt die Drechslerei in die nächste Generation.
Cornelia Rißmann führt die Drechslerei Zimmer. Der Betrieb fertigt Werkzeuggriffe für Hersteller von Hand- und Bauwerkzeugen sowie gedrehtes Zubehör für Tischlereien und private Bauherren.
Jeder Baum bindet beim Wachsen Kohlenstoff aus der Luft. In einem Griff oder Treppenstab bleibt er gespeichert — solange das Teil in Gebrauch ist.
Das Holz stammt überwiegend aus den Wäldern der Umgebung. Gedreht, gefräst, getrocknet und lackiert wird alles im eigenen Haus — ohne Transporte zwischen Betrieben.
Massivholz lässt sich reparieren und nachfertigen. Ein gebrochener Möbelfuß oder ein fehlender Treppenstab wird bei uns nachgedreht — statt dass das Ganze auf dem Sperrmüll landet.
Wonach wir fertigen und prüfen lassen. Die Unterlagen zeigen wir auf Anfrage gern im Original.
