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Natürlich Holz +49 3683 783006

Die Werkstatt an der Ziegelhütte

Am Zusammenfluss dreier Bergbäche, in den Tälern des Thüringer Waldes nahe Schmalkalden, liegt der Familienbetrieb. Das Drechslerhandwerk der Familie ist seit 1847 bekannt — gefertigt wird an der Ziegelhütte seit 1911.

Technische Ausstattung

Drehbänke

Auf den Drehbänken entstehen Teile von wenigen Zentimetern Länge bis zum Treppenpfosten von zwei Metern.

2000 mm Länge, 500 mm Durchmesser

CNC-Fräse

Die Fräse übernimmt alles, was nicht rund ist. Als Vorlage dient eine DXF-Datei oder ein Musterteil.

Kontur, Bohrung, Ausschnitt

Holztrocknung

Zugekauftes Holz ist oft zu feucht. Deshalb trocknen wir selbst.

vor jeder Fertigung

Musterbau

Jedes Erstmuster wird gegen Zeichnung oder Original geprüft. Erst mit Ihrer Freigabe wird die Maschine auf Serie gestellt.

Freigabe vor Serienstart

Oberfläche

Gewachst, geölt, gebeizt oder lackiert, natur wie farbig. Was in die Küche oder ans Spielzeug geht, bekommt Lack nach DIN EN 71/3.

roh bis glanzlackiert

Lager

Teile, die regelmäßig laufen, halten wir auf Lager. Sie rufen ab, wenn Sie Bedarf haben.

Abruf statt Einzelauftrag

Geschichtliches

Das Drechslerhandwerk hat in unserer Familie eine lange Tradition — in der Region ist es seit 1847 bekannt. Seit 1911 fertigen wir am heutigen Standort an der Ziegelhütte im Ortsteil Asbach, am Zusammenfluss dreier Bergbäche. Drehbank und CNC-Fräse stehen heute in derselben Halle — geblieben sind Holz aus den Wäldern der Umgebung und jeder Arbeitsgang im eigenen Haus.

  1. 1847

    Erste urkundliche Erwähnung

    Im Kirchenbuch von Floh-Seligenthal wird erstmals ein Drechsler mit dem Familiennamen Zimmer urkundlich erwähnt.

  2. 1911

    Kauf der ehemaligen Ziegelei

    Ludwig Zimmer erwirbt das Gelände der ehemaligen, durch einen Brand zerstörten Ziegelei und schafft damit eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Betriebs.

  3. 1919–1921

    Die nächste Generation übernimmt

    Fritz Zimmer besucht die Königliche Fachschule in Schmalkalden. Anschließend übernimmt er gemeinsam mit Berthold die Drechslerei.

  4. 1934

    Modernisierung der Wasserkraftanlage

    Die bestehende Wasserkraftanlage wird zu einer modernen Turbinenanlage umgebaut, um den Betrieb mit eigenem Strom zu versorgen.

  5. 1958

    Gründung der PGH Hachelstein

    Sieben Produktionsbetriebe schließen sich zur Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH Hachelstein) zusammen. Die Drechslerei bewahrt dabei ihre Eigenständigkeit.

  6. 1972

    Verstaatlichung des Betriebs

    Die PGH wird ohne Beteiligung der Eigentümer in einen volkseigenen Betrieb (VEB) umgewandelt. Später wird die Drechslerei Teil des Kombinats Sportgeräte.

  7. 1989

    Die politische Wende

    Mit der politischen Wende beginnt auch für die Drechslerei Zimmer eine Zeit grundlegender Veränderungen und neuer Herausforderungen.

  8. 1990

    Neugründung und wirtschaftlicher Umbruch

    Am 1. April gründet Drechslermeister Siegfried Zimmer den Betrieb neu. Nach der Währungsunion brechen die Aufträge ein. Kurzarbeit und eine schwierige wirtschaftliche Übergangsphase folgen.

  9. 1993

    Neuanfang unter neuer Führung

    Erika Zimmer übernimmt gemeinsam mit Drechslermeisterin Cornelia Rißmann den Betrieb. Mit handgedrehten Treppenstäben, neuen Kunden und einer hydraulischen Kopierdrehbank nimmt die Produktion wieder Fahrt auf.

  10. 1996

    Ausbau der Drechslerwerkstatt

    Eine neue Heizungsanlage mit Absaugung wird errichtet und die Drechslerwerkstatt ausgebaut.

  11. 2000–2003

    Bau der neuen Werkstatt

    Eine neue Werkstatt mit Büro- und Mitarbeiterräumen entsteht und schafft bessere Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Betriebs.

  12. 2003

    Ausbildung und moderne Fertigung

    Der erste Lehrling beginnt seine Ausbildung. Gleichzeitig wird die erste gebrauchte CNC-Maschine übernommen und die Fertigung um gefräste Werkzeuggriffe erweitert.

  13. 2007

    Aus Talstraße wird Ziegelhütte

    Die bisherige Talstraße wird in Ziegelhütte umbenannt. Der neue Straßenname erinnert an die Geschichte des ehemaligen Ziegeleigeländes.

  14. 2012

    Betriebsübergabe an Cornelia Rißmann

    Cornelia Rißmann übernimmt den Familienbetrieb von Erika Zimmer und führt die Drechslerei in die nächste Generation.

  15. Heute

    Tradition trifft moderne Fertigung

    Cornelia Rißmann führt die Drechslerei Zimmer. Der Betrieb fertigt Werkzeuggriffe für Hersteller von Hand- und Bauwerkzeugen sowie gedrehtes Zubehör für Tischlereien und private Bauherren.

Nachhaltigkeit

Nachwachsender Rohstoff

Jeder Baum bindet beim Wachsen Kohlenstoff aus der Luft. In einem Griff oder Treppenstab bleibt er gespeichert — solange das Teil in Gebrauch ist.

Kurze Wege

Das Holz stammt überwiegend aus den Wäldern der Umgebung. Gedreht, gefräst, getrocknet und lackiert wird alles im eigenen Haus — ohne Transporte zwischen Betrieben.

Langlebig statt Wegwerfware

Massivholz lässt sich reparieren und nachfertigen. Ein gebrochener Möbelfuß oder ein fehlender Treppenstab wird bei uns nachgedreht — statt dass das Ganze auf dem Sperrmüll landet.

Zertifikate und Normen

Wonach wir fertigen und prüfen lassen. Die Unterlagen zeigen wir auf Anfrage gern im Original.